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Mit 20 Jahren verließ der Fotograf Andrés Marroquín Winkelmann Peru und damit die Gesellschaft, in der er aufwuchs. Er kam nach Berlin und fand dort soziokulturelle Verhaltensweisen vor, die ihm fremd waren. Winkelmann fiel auf, wie in Berlin Grenzen eine eigene Bedeutung hatten. Sie wirkten nicht wie Mauern, die Menschen daran hinderten, sich zu entfalten. Im Gegenteil schienen die Menschen Grenzen selbst zu suchen. Sie wollten sie. Es war, als stiftete das Abgrenzen von Anderen Identität. Vor diesem Hintergrund begann die Arbeit an „Conditions“.


Das Buch blickt auf Menschen, die selbst bestimmen wollen, wie ihr Leben aussieht. Sie leben in Freiheit und müssen lernen, damit umzugehen, einen eigenen Weg zu finden. Es sind Bilder von Menschen, die sich nach gesellschaftlicher Akzeptanz sehnen, ohne
sich dafür anpassen zu wollen, Bilder von Menschen auf der Suche, mit Hoffnungen
und Zweifeln.


Als Buch spiegelt Conditions die Freiheit seiner Protagonisten wider. Ohne klaren Anfang oder Ende, ohne feste Abfolge biete es endlose Möglichkeiten der Wahrnehmung. Selbstbestimmtheit hat Priorität vor Ordnung, der Leser kann sich seinen eigenen Weg durch „Conditions“ bahnen. Das Resultat, ist immer eine persönliche Geschichte. Man blickt auf Marroquin Winkelmanns Lebenswirklichkeit, auf Orte und Gesichter, und wird durch die freie Reihenfolge der Bilder, aufgefordert, eine eigene Haltung zu finden.


Nicht die bloße Realität wird abgebildet, die Fotos sind lyrische Kompositionen, die mehr über Winkelmanns Gedanken und persönlichen Erfahrungen erzählen, als dass sie Ereignisse schlicht reproduzieren.


Der Editor diese ersten Auflage von „Conditions“ ist Adam Bartos, Dr. Jörg M. Colberg reflektiert in einem Essay darüber, was es bedeutet, sich seinen Platz in einer Stadt wie Berlin zu suchen.

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